Das Institut für Arzneimittelforschung in Jerusalem hat eine neue Strategie zur Entwicklung von Antibiotika entwickelt, bei der bestehende Medikamente als molekulare «Baupläne» dienen, die als Vorlage für die Entwicklung völlig neuer antibakterieller Wirkstoffe dienen.
Der als «Conflubiotics» bezeichnete Ansatz konzentriert sich darauf, wichtige bioaktive Strukturdomänen aus verschiedenen Antibiotika-Familien zu identifizieren und zu neuen Hybridmolekülen zu kombinieren.
Auf der Grundlage einer proprietären Datenbank mit mehr als 300 bekannten Antibiotika ermöglicht diese Methode die systematische Erforschung Hunderter neuer antibakterieller Wirkstoffe, denen Bakterien noch nie begegnet sind.
Erste Ergebnisse zeigen, dass einige dieser Verbindungen über bisher ungenutzte Mechanismen wirken und in mehreren Fällen eine grössere Wirksamkeit aufweisen als die Antibiotikaklassen, aus denen ihre aktiven Domänen stammen. In einer Zeit, in der die Antibiotikaresistenz zunimmt und die traditionellen Forschungswege ins Stocken geraten sind, bietet diese auf Blaupausen basierende Strategie eine vielversprechende neue Richtung für die Entwicklung zukünftiger antibakterieller Therapien.








