Mit Ihrer Spende bewirken Sie Grosses. Ihre Unterstützung trägt dazu bei, dass die Hebräische Universität in Jerusalem weiterhin Israels führende Institution für akademische Exzellenz und Forschung bleibt.

The Hebrew University of Jerusalem in den Sozialen Medien

Archiv gegen das Vergessen: Die Hebräische Universität gruendet KI-Archiv

Die Hebräische Universität und Edut 710 gründen ein KI-Archiv, um die Zeugnisse des Massakers vom 7. Oktober 2023 zu bewahren. Mit fast 2000 Dokumentationen soll das Projekt bis Oktober 2026 der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Die Hebräische Universität Jerusalem (HUJ) und die Organisation Edut 710 setzen ein klares Signal: Die Erinnerungen und Zeugnisse der Überlebenden des Massakers vom 7. Oktober 2023 werden für die Nachwelt bewahrt – in einem einzigartigen Archiv, das mit künstlicher Intelligenz arbeitet. Anlässlich des tausendsten Tages nach den brutalen Angriffen der Hamas, bei denen mehr als 1200 Menschen in südlichen israelischen Gemeinden ums Leben kamen und 251 Geiseln genommen wurden, wurde das ambitionierte Projekt angekündigt.

Ziel ist es, die Erfahrungen von fast 2000 Überlebenden, Augenzeugen, Ersthelfern und Hinterbliebenen zu sammeln und zu bewahren. «Die Stimmen derer, die diesen Tag miterlebt haben, müssen erhalten bleiben», betont die Universität. 

Dies berichtet die Jüdische Allgemeine. Das geplante Archiv, das im Oktober 2026 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll, wird als «lebendiges Archiv der Gegenwart» beschrieben. Es soll weit mehr sein als eine herkömmliche Sammlung von Berichten. Nutzerinnen und Nutzer sollen mittels künstlicher Intelligenz die Möglichkeit erhalten, die Aufzeichnungen in natürlicher Sprache zu durchsuchen, Themen zu identifizieren, Berichte miteinander zu verknüpfen und Inhalte in verschiedene Sprachen zu übersetzen. «Die Integrität jeder einzelnen Aussage wird dabei gewahrt», versichern die Projektverantwortlichen. Für die Umsetzung des Vorhabens haben die HUJ  und Edut 710 eine enge Zusammenarbeit vereinbart. 

Das Archiv wird von der Geisteswissenschaftlichen Fakultät und der Fakultät für Digitale Geisteswissenschaften der HUJ entwickelt und basiert auf einer spezialisierten KI-Technologie, die ausschliesslich mit den bisher gesammelten Aussagen trainiert wurde. «Es ist unsere Mission, die Stimmen der Überlebenden und Zeugen zu bewahren», erklärt Gil Levin, Geschäftsführer von Edut 710. So soll sichergestellt werden, dass die Berichte auch in Zukunft auf tiefgreifende Weise Menschen erreichen und eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen können. 

 Die Bedeutung solcher Projekte wurde kürzlich bei der Rede der ehemaligen Geisel Ilana Gritzewsky vor dem UN-Menschenrechtsrat deutlich. «Ich stehe heute hier – nicht als Bericht, nicht als Statistik. Ich bin der lebende Beweis», sagte sie vor den Delegierten. Ihre Worte unterstrichen eindringlich, wie wichtig der Erhalt und die Zugänglichkeit von persönlichen Geschichten für die Aufarbeitung solcher tragischen Ereignisse sind.

Eine Professorin der HUJ für Rechts- und Digitale Geisteswissenschaften hob hervor, wie eng der Auftrag der Universität mit dem Projekt verknüpft ist: «Eine der wichtigsten Aufgaben der Hebräischen Universität ist es, Wissen zu bewahren und es der Gesellschaft zugänglich zu machen. 

Die Zeugenaussagen vom 7. Oktober gehören zu den bedeutendsten Dokumenten der Menschheitsgeschichte.» Wie die Jüdische Allgemeine berichtet, wird das digitale Archiv nicht nur für Wissenschaftler und Pädagogen zugänglich sein, sondern auch für Künstler, Museen und die breite Öffentlichkeit. Ziel ist es, ein kollektives Gedächtnis zu schaffen, das die Tragödie dieses Tages dokumentiert und zukünftigen Generationen als Mahnung dient. Das Archiv umfasst nicht nur Transkripte und Übersetzungen der Zeugenaussagen, sondern auch Metadaten und verwandte Materialien. 

Dabei setzen die Verantwortlichen auf die technologische Infrastruktur und die akademische Expertise der Hebräischen Universität, um höchste ethische und wissenschaftliche Standards zu gewährleisten. Denn das Bewahren dieser bewegenden Geschichten ist ein essenzieller Schritt, um sicherzustellen, dass die Lehren vom 7. Oktober nicht in Vergessenheit geraten. 

Unsere Aktivitäten

Diese Fakultäten der Hebräischen Universität Jerusalem werden von uns unterstützt. Werden Sie Mitglied und machen Sie mit.

Revivim
Revivim - Zentrum für jüdische Studien
Dina-Ben-Yehuda
Prof. Dr. Dina Ben-Yehuda
Robert H. Smith Fakultät
Robert H. Smith Fakultät für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt
Konfliktmanagment
Schweizer Zentrum für Konfliktforschung
Wissenschaftler im Edmond und Lily Safra Zentrum für Hirnforschung (ELSC)
Edmond und Lily Safra Zentrum für Hirnforschung
Institut für Biochemie
Institut für Biochemie, Lebensmittelwissenschaft und Ernährung