Welche Auswirkungen hat es, wenn jemand ein traumatisierendes Ereignis wie den Hamas-
Überfall auf das Nova-Festival unter dem Einfluss einer psychedelischen Substanz erlebt?
Verändert sich dadurch die Art und Weise, wie die traumatische Erinnerung kodiert wird?
Und lässt sich dadurch das Risiko, eine Posttraumatische Belastungsstörung zu entwickeln,
beeinflussen?
Prof. Gali Umschweif-Nevo, Projektleiterin und Assistenzprofessorin an der Hebräischen
Universität Jerusalem (HUJ), berichtet über ihre Forschungstätigkeit mit Fokus auf der
psychotropen Substanz MDMA. Gali hat das Nova-Mausmodell entwickelt, das mehrere
Dimensionen von Traumata erfasst. Ihr Team hat nachgewiesen, dass die Einnahme von
MDMA kurz vor der Trauma-Exposition einen langanhaltenden Schutzeffekt gegen PTBS
bewirkt. Sie führt ihre Forschungsarbeiten fort. Sollten sich die erwarteten positiven
Ergebnisse bestätigen, könnten diese den Weg für eine völlig neue therapeutische Strategie
ebnen. Das Lab-Team Umschweif-Nevo wird im kommenden April über dieses Thema in
Zürich berichten (siehe auch www.umschweif-lab.com).
Ein weiteres Projekt in der Psychedelika-Forschung an der HUJ wird von Amit Shwarz, einem
Doktoranden aus demselben Labor, erforscht. Sein Fokus liegt auf der Neuroplastizität, bei der
er drei chemisch verwandte psychedelische Verbindungen wie Psilocybin, DMT und 5-MeO-DMT
untersucht. Diese Verbindungen zeigen im Gehirn erstaunlich unterschiedliche Wirkungen.
Amit verfügt zudem über eine bemerkenswerte persönliche Vorgeschichte. Er wird darüber
am 11. April 2027 in Zürich berichten und uns seine Forschungsergebnisse vorstellen.
Im Anschluss an das Referat von Gali und Amit haben wir für Sie ein Podiumsgespräch
organisiert, das von unserem Vorstandsmitglied Prof. Dr. Martin Pruschy moderiert
wird.
Zudem hat sich Dr. med. M.Sc. Sivan Schipper, Palliativmediziner am Spital Uster ZH,
bereit erklärt, an der Podiumsdiskussion teilzunehmen. Er berichtet über das Potenzial
psychedelika-assistierter Therapien bei Menschen mit schwerer, lebensbegrenzender
Erkrankung – insbesondere zur Linderung existenzieller Angst, zur Förderung von Sinn,
Verbundenheit und psychischer Flexibilität am Lebensende.
Seit Jahren engagiert sich Sivan für den Ausbau einer patientenzentrierten Palliative
Care. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Erforschung psychedelika-
assistierter Therapie sowie in der Frage, wie sich neue Behandlungsansätze
verantwortungsvoll in Forschung, Lehre und klinische Versorgung integrieren lassen.
Wir freuen uns auf den spannenden Abend vom 11. April 2027 in Zürich.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Weitere Infos folgen einige Wochen vor dem Anlass. Reservieren Sie bitte das Datum!








